Vereinsgeschichte seit 1955- 1979
1955
Als Generalprobe für das kommende Eidgenössische in Brugg nahmen wir in Kling-nau an einem Sektionswettfahren teil, das mit grossem Vorsprung gewonnen wurde. Am Eidgenössischen in Brugg konnte der prächtige 2. Rang erkämpft werden, und im Einzelwettfahren wurden Berger Josef und Hirzel Heinz sogar als Schweizermeister im Weidling ausgerufen! Die Laufenburger-Fahrt war der Schlusspunkt der diesjährigen Fahrsaison.
1956
Das Jahr der Umstellung von Pontos auf das Boot. Vom Zeughaus Brugg wurde ein dreiteiliger Ponton angeschafft. Als Wettkampf beliebte die Teilnahme am 75jähri-gen Jubiläumswettfahren in Sisseln. Auch die Laufenburger-Fahrt stand wieder auf dem Programm und zum Schluss Talfahrt Stein-Mumpf mit dem Eisenbahnerverband.
1957
Am Rayonwettfahren in Zurzach wurde zum ersten Mal der neue Wanderpreis freigegeben, doch der stets steigende Wasserstand verhinderte eine faire Vergebung des Wanderpreises, da 3 Ranglisten erstellt werden mussten. In der Rangierung vom Sonntagnachmittag sicherte sich Mumpf hinter Ellikon den 2. Platz. Mit einem Wasserfest im August wurde die Kasse wieder aufpoliert. Als Training und zur Förderung der Kameradschaft wurde wieder die Laufenburger-Fahrt absolviert. Endfahren, Preiskegeln und Winderausmarsch bildeten den Ausklang der Fahrsaison.
1958
Als Auftakt der Fahrsaison galt das Abholen der Schiffe in Brugg. Anfangs Juni nahmen wir am 75-Jahr-Jubiläum in Wallbach teil, in dem der 1. Rang erkämpft wurde. Richtig ernst galt es dann am Eidgenössischen in Wangen an der Aare, wo wir den schönen 6. Rang erkämpften. Waldmeier Urs und Güntert Rudolf konnten als Schweizermeister im Weidling gefeiert werden. Endfahren, die Laufenburger-Fahrt, Preiskegeln und Winterausmarsch bildeten den sportlichen Ausklang des Jahres. Infolge Abbruchs des Gasthauses zum Adler wurde das Vereinslokal ins Hotel zur Sonne verlegt. Leider mussten infolge Krankheit zwei verdiente Ehrenmitglieder, Johann Güntert Robert's'und August Güntert Franzen, für immer von uns Abschied nehmen. Wir werden ihnen ehrend gedenken.
1959
Ein ruhiges Vereinsjahr. Zusammen mit dem Männerchor wurde Ende Juni ein Wasserfest abgehalten. Aus Anlass des 50jährigen Bestehens unserer Vereinsfahne, wurde im Winter die Fahnenweihe vom 14. August 1909 erneuert. Auch wurde am wiedererstandenen Winterschiessen der Fricktaler Pontoniere in Laufenburg teilgenommen.
1960
Als Hauptprobe für das Rayonwettfahren in Schwaderloch wurde am Jubiläumsfah-ren in Sisseln teilgenommen. Am 11. Juni, in Schwaderloch selbst, eroberten wir den 1. Rang, sowie den neugestifteten Wanderpreis. Im gleichen Jahr pachtete der PFV Mumpf die Rheinfähre von der Ortsbürgergemeinde. Im Herbst wurde wiederum die Laufenburger-Fahrt durchgeführt. Anfangs Winter wurde die Delegiertenversammlung der Rheinsektionen abgehalten.
1961
Als Abwechslung wurde im Januar mit dem Turnverein Mumpf der Winterausmarsch organisiert. Als Beitrag zur Fastnacht wurde mit dem Männerchor der Bockabend durchgeführt. Zu Beginn der Fahrsaison wurden in Brugg die Schiffe abgeholt. Am Eidgenössischen Wettfahren in Rheinfelden konnten wir den prächtigen 2. Rang erkämpfen.
Laufenburger-Fahrt, Endfahren und Winterschiessen setzten den Schlusspunkt unter die sportliche Tätigkeit. Leider mussten wir wiederum ein treues Ehrenmitglied zu Grabe begleiten. Fritz Güntert Arnold's hat nach kurzer Krankheit das Zeitliche gesegnet. Er wird uns in steter Erinnerung bleiben.
1962
Dieses Mal wurde der Winterausmarsch in Form eines Katerbummels, nach der am 3. Februar durchgeführten Generalversammlung, ausgetragen. Am erstmals durchgeführten Aargauischen Pontonierwettfahren in Mumpf konnten sehr schöne Erfolge in sportlicher, sowie in finanzieller Hinsicht erzielt werden. Als Abschluss der Fahrsaison beliebte wiederum ein Endfahren.
1963
Wiederum grosser Erfolg für unsere Pontoniere. Am Rayonwettfahren in Basel- Breite konnte wieder der 1. Platz erkämpft werden, somit der Wanderpreis. Am 3. August wurde zur unvergesslichen Fernfahrt Kehl-Rotterdam gestartet, die allen in bester Erinnerung bleiben wird. Endfahren und Winterschiessen setzten den Schlusspunkt unter das Vereinsjahr. Schnitter Tod hält reiche Ernte. Unsere Ehrenmitglieder Eugen Güntert Leopold's und Gustav Güntert Fähnrich wurden zur grossen Armee abberufen. Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.
1964
Als Auftakt des Vereinsjahres beliebte im Januar wiederum der Winterausmarsch und im Februar als Auflockerung ein Bockabend. Gross war der Erfolg in Aarwangen am Eidgenössischen Pontonierwettfahren, wo der 3. Rang erkämpft werden konnte. Endfahren (verbunden mit dem erstmals durchgeführten Fischessen) und Winterschiessen setzten den Schlusspunkt unter die sportlichen Tätigkeiten dieses Jahres.
1965
Zur Hebung der Kameradschaft und als Beitrag zur Geselligkeit beliebten der Win-< terausmarsch und der Bockabend. An die abenteuerliche Talfahrt Luzern—Mumpf wird wohl mancher Teilnehmer zurückdenken. Am Hauptmann Meier Gedenkfahren in Schwaderloch konnten wir wiederum unsere fahrerischen Qualitäten unter Beweis stellen. Endfahren verbunden mit Fischessen und das im November besuchte Winterschiessen runden das Vereinsjahr ab.
1966
Um die Statuten der neuen Zeit anzupassen, wurden diejenigen vom 27. Januar 1932 durch die neuen vom 29. Januar 1966 ersetzt. Am Rayonwettfahren der Aaresektionen in Aarburg konnten am Einzel-Wettfahren sehr schöne Ränge erzielt werden. Am darauffolgenden Rayonwettfahren in Eglisau konnte zum 3. Mal hintereinander der erste Goldlorbeer erkämpft werden, damit der endgültige Besitz des Wanderpreises. Mit dem Fischessen fand das Vereinsjahr 66 seinen Abschluss.
1967
Im regelmässigen Turnus kommen und gehen die eidg. Wettfahren, so dieses Jahr in Meilingen, wo mit dem 6. Rang der Goldlorbeer erkämpft werden konnte. Guggen-bühler Max und Mathis Erich durften als Schweizermeister im Weidling heimkehren. Das zur Tradition gewordene Fischessen fand wiederum grossen Anklang. Am 3. Mai ist unser letztes Gründungs- und Ehrenmitglied Ernst Güntert Arnold's gestorben. Eine längere Krankheit zerrte seine Kräfte auf. In tiefer Trauer haben wir ihn zu Grabe getragen. Er ruhe in Frieden.
1968
Mit der Stachel- und Talfahrt Schaffhausen—Stein am Rhein wurde das Vereinsjahr 68 eröffnet. Am Depoteinweihungsfahren in Sisseln konnten im Boots- und Weid-lingsfahren die vordersten Plätze erkämpft werden. Fischessen und Endfahren bildeten weitere Stationen im Vereinsprogramm. Mit der schönen Reise ins Berner-Oberland und der Laufenburger-Fahrt wurde der Schlussstrich unter die sportlichen Tätigkeiten gezogen.
1969
Am Rayonwettfahren der Reussektionen in Bremgarten wurde ein Silberlorbeer erkämpft. Am Rayonwettfahren der Rheinsektionen in Klingnau wurde der schöne 3. Rang erzielt. Fischessen, Endfahren, Herbstausflug und Laufenburger-Fahrt wurden auch dieses Jahr wie üblich durchgeführt.
1970
Wiederum stand die Bruggerfahrt auf dem Programm. Am Fahnenweih-Wettfahren in Wallbach, wo wir als Patensektion wirkten, konnten viele Mumpfer Pontoniere das begehrte Kranzabzeictien in Empfang nehmen. Der bisher grösste Erfolg in der Geschichte des Vereins wurde am eidg. Wettfahren in Zürich erzielt, wo wir den ersten Goldlorbeer in Empfang nehmen durften. Fischessen, Endfahren und der Vereinsausflug ins Elsass standen wiederum auf dem Programm. Leider wurde der Vereinsabend durch einen tragischen Todesfall überschattet. Unser verdientes Ehrenmitglied Werner Wunderlin, Laufenburg, wurde auf der Heimfahrt von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Nach kurzem Aufenthalt im Spital wurde er seiner Familie und uns durch den Tod entrissen. Er wird uns unvergesslich bleiben.
1971
Gute Erfolge konnten im Einzel wettfahren in Wangen an der Aare und in Rheinfel-den erkämpft werden. Am Dorffest zeichnete sich der PFV Mumpf für die Führung des Bierzeltes verantwortlich. Fischessen und Endfahren durften auch dieses Jahr nicht fehlen. Die vorzüglich organisierte Fernfahrt Ulm—Wien war der absolute Höhepunkt des diesjänrigen Vereinsjahres.
1972
Eine willkommene Gelegenheit zur Pflege der Kameradschaft und zur Stärkung der Muskeln bot die Bruggerfahrt. Gute Erfolge verzeichnete das Einzelwettfahren in Schmerikon, und am Rayonwettfahren in Laufenburg konnte wiederum der 1. Rang und damit der neugestiftete Wanderpreis von unserem Ehrenmitglied und Lokalwirt, Otto Lüthi, in Empfang genommen werden. Wie üblich folgten Fischessen und ein Endfahren und neu der Einstieg in die Winterhandballmeisterschaft.
1973
Wieder wurde die Fahrsaison durch die Laufenburger-Fahrt eröffnet. Einen schönen Erfolg durften wir am eidg. Wettfahren in Zurzach verbuchen, errangen wir doch den 2. Rang. Wie üblich folgte Ende Juli Endfahren und Fischessen. Eine schöne Herbstreise ins Wallis und ins Tessin beschlossen das Vereinsjahr 73.
1974
Zum ersten Mal nahm der PFV Mumpf an einem Wettfahren auf der wilden Rhone teil. In Bex warteten unsere Pontoniere mit unterschiedlichen Leistungen auf. Grös-ser waren die Erfolge in Mumpf am Einzelwettfahren, wo wir gute Ergebnisse erziel-
ten. Am erstmals durchgeführten Jungpontonierwettfahren in Klingnau durfte sich unsere Nachwuchs sehen lassen. Die schöne Herbstreise in den Neuenburger-Jura belohnte uns für unseren Einsatz im vergangenen Jahr.
1975
Als Hauptprobe für das Rayonwettfahren in Schwaderloch beliebte die Teilnahme am Einzelwettfahren in Basel-Breite. Am Rayonwettfahren in Schwaderloch sahen wir unseren Einsatz belohnt. Geschmückt mit dem ersten Goldlorbeer durften wir nach Hause kehren. Am Jungpontonierwettfahren in Klingnau durften unsere Jungen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Ein schöner finanzieller Erfolg konnte am Fischessen erzielt werden. Der Städteflug nach Berlin wird allen in steter Erinnerung bleiben.
1976
Wiederum stand die Laufenburger-Fahrt auf dem Programm. Am eidg. Wettfahren in Schönenwerd wurde unser hartes Training mit dem 3. Rang belohnt. Am Jungpontonierwettfahren in Sisseln konnten unsere Jungen mit guten Leistungen aufwarten. Fischessen und der Herbstausflug ins St. Galler-Oberland schlössen das Vereinsjahr ab. Im hohen Alter von 81 Jahren musste unser verdientes Ehrenmitglied Josef Güntert Leopold's für immer von uns Abschied nehmen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
1977
Mit der Laufenburger-Fahrt fand auch diese Fahrsaison ihren Anfang. An den
Einzelwettfahren in Mellingen, Aarwangen und Wangen an der Aare konnten wir unsere Fähigkeiten unter Beweis stellen. Am traditionellen Fischessen konnten wir unserem Ruf als Hersteller von erstklassigen Fischfilets gerecht werden. Die anstrengende, aber schöne Reise aufs Brienzer Rothorn wird wohl allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben.
1978
Wahrlich eine Parforceleistung war die fast 30 km lange Stachelfahrt Solothurn-Biel. Mit dem Goldlorbeer geschmückt durften wir im 2. Rang vom Rayonwettfahren in Schaffhausen in unser Dorf zurückkehren. Am Sektionswettfahren in Otten-bach wurde der 6. Rang erkämpft, somit der letzte Goldlorbeer. Wiederum konnte am Fischessen ein schöner finanzieller Erfolg verbucht werden. Unvergesslich wird der Städteflug nach Istanbul, der Stadt am goldenen Hörn, bleiben.
1979
Das Jubeljahr begann nicht verheissungsvoll, hatten wir doch den Heimgang unseres langjährigen Präsidenten und sehr verdienten Ehrenmitgliedes Werner Güntert zu beklagen. Nach hartnäckiger Krankheit gab unser Werni im Frühjahr seine Seele dem Schöpfer zurück. Wir werden ihm ehrend gedenken.